KleverStart - Informationen zur Ausbildung im Vorbereitungsdienst Mai 2026 - November 2027
6. Hinweise zum Vorbereitungsdienst
6.13. Konzept Leistung

Leistungskonzept des Seminars G am ZfsL Kleve
Das Leistungskonzept des Seminars G des ZfsL Kleve beschreibt Grundsätze und Vereinbarungen zur Beobachtung und Beurteilung von Leistungen, die LAA in unterschiedlichen Beurteilungsbereichen erbringen. Es basiert auf den Vorgaben der OVP (OVP § 16) und des Kerncurriculums mit seinen Handlungsfeldern (Anlage 1 der OVP). In dem damit verbundenen Leistungsverständnis werden die LAA als eigenverantwortlich Lernende angesehen. Die Aufgabe aller SAB ist es, sie individuell bei ihrer professionellen Entwicklung bestmöglich zu beraten, begleiten und unterstützen.
Das gemeinsam vereinbarte Leistungskonzept dient sowohl SAB als auch LAA als verbindlicher Rahmen und gibt damit Transparenz und Handlungssicherheit. In der Fachseminarveranstaltung des ersten Faches zu Beginn des neuen VD wird das Konzept vorgestellt und fachspezifische Bezüge aufgezeigt. In der Fachseminarveranstaltung des zweiten Faches wird es unter Berücksichtigung von Fachspezifika ebenfalls aufgegriffen.
Die Ausbildung in den Kernseminaren erfolgt bewertungsfrei, die Arbeit in den Fachseminaren wird benotet.
Die Erfassung des Ausbildungsstandes und diesbezügliche Rückmeldung zum Ausbildungsstand (§ 11(6) OVP) sind im Verlauf der Ausbildung entsprechend personenorientiert sowie prozessbezogen. Sie bilden die Kompetenzentwicklung sowie den erreichten Leistungsstand zum Zeitpunkt der Rückmeldung bzw. Der Beurteilung ab und können zu jedem Zeitpunkt der Ausbildung von LAA eingefordert werden. Darüber
hinaus kann nach dem dritten UB von den LAA erfragt werden, wie die Unterrichtsstunde unter Prüfungsbedingungen eingeschätzt werden würde.
Die abschließende Beurteilung in Form von Beurteilungsbeiträgen und Langzeitbeurteilungen auf Basis der im Kerncurriculum ausgewiesenen Kompetenzen und Standards erfolgt nicht additiv, arithmetisch mittelnd oder – wie im Falle der Examensprüfung – punktuell.
Zur Mitte und Ende der Ausbildung hin finden Reflexionsgespräche statt, in denen LAA ihren bisherigen Kompetenzerwerb in den einzelnen Handlungsfeldern eigenverantwortlich reflektieren und im Gespräch mit denSAB abgleichen. Hierbei werden konkrete Vereinbarungen für den weiteren Professionalisierungsprozess getroffen.
Die Beurteilung der LAA durch die SAB erfolgt auf der Grundlage von Beobachtungen in den folgenden Beurteilungsbereichen:
1. Unterrichtsbesuche mit den Elementen Planung, Durchführung und Reflexion
2. Mitarbeit in Ausbildungsveranstaltungen
3. Dienstliches Verhalten im Kontext der Seminarausbildung
Beurteilungsbereich “Unterrichtsbesuche”
Die Unterrichtsbesuche sind zentrale Elemente der Ausbildung und Beratung und bilden den Schwerpunkt der Beurteilung. Bei den Unterrichts-besuchen können die Fähigkeiten und Fertigkeiten der LAA und ihre erkennbare Weiterentwicklung in den Bereichen Planung, Durchführung und Reflexion von Unterricht in Bezug auf die verschiedenen Handlungs-felder beobachtet werden.
Die zum Unterrichtsbesuch vorzulegenden schriftlichen Planungen (OVP §12 (3)) und die nach der Stunde mündlich abzugebenden Reflexionen sind integrative Bestandteile der Unterrichtsbesuche und dementsprechend nicht als gesonderte Leistung zu beurteilen.
Beurteilungsbereich “Mitarbeit in Ausbildungsveranstaltungen”
Eine kompetenz- und handlungsfeldorientierte Ausbildung erfordert:
- ein konstruktives und kooperatives Arbeiten an Lerngegenständen in Fachseminaren und übergreifenden Ausbildungsveranstaltungen
- aktiv Praxiserfahrungen, fachwissenschaftliches und -didaktisches Wissen sowie eigene Kompetenzen themenbezogen einzubringen
- Wirkungen des eigenen Handelns bewusst zu machen und zu reflektieren aktiv Professionalisierungsprozesse fortzuführen.
In diesem Sinne bietet die Mitarbeit in Ausbildungsveranstaltungen den LAA die Möglichkeit, erworbene Kompetenzen, insbesondere solche, die im Rahmen von Unterrichtsbesuchen nicht zu beobachten sind, einzubringen.
Beurteilungsbereich “dienstliches Verhalten im Kontext der Seminarausbildung”
Transparenz, Dialogbereitschaft, Offenheit in der Sache, die zuverlässige Einhaltung von Dienstpflichten und Absprachen sowie Mitverantwortung aller Beteiligten sind notwendige Bedingungen für den Lehrerberuf. Beobachtungen in diesem Beurteilungsbereich werden nicht separat, sondern bezogen auf den gesamten Ausbildungsprozess beurteilt.
Fachleitungen beobachten den Grad der in den Handlungsfeldern erreichten Kompetenzen unter anderem in Bezug auf:
· die Reflexion der eigenen beruflichen Haltungen und Erfahrungen
· die Eigeninitiative in der Ausbildungsorganisation unter Berücksichtigung der systemischen Vorgaben
· den Umgang mit Arbeitsbelastung und Zeitmanagement sowie die Nutzung von Unterstützungsmöglichkeiten
· die zuverlässige Einhaltung von dienstlichen Aufgaben und Pflichten, wie etwa die regelmäßige und pünktliche Teilnahme an den Fachseminaren, sowie die fristgerechte Einreichung von Dokumenten